Die Queen, die Eiskönigin

Mit etwas Verspätung hob unser Flieger dann doch noch zum Sprung über den grossen Fluss im Nordwesten ab. Jetzt sollte es endlich so weit sein,  unser Morgan 3 Wheeler wird gebaut und wir gehen uns das persönlich anschauen.

Die zwei Monate Wartezeit fühlten sich bereits an wie zwei Jahre. Wir können uns kaum vorstellen, wie es für jemand sein muss der tatsächlich so lange auf seinen Morgan warten muss.

Mit diesen Gedanken verliessen wir den Flughafen und wurden sogleich von englischem Eisregen begrüsst. Gefühlte 1000% Luftfeuchtigkeit mit einer Kälte die bestimmt auf keine Skala mehr zu finden ist. GOTT WAR DAS KALT! Respekt für den unbekannten Inselbewohner der uns später an dem Abend mit dem Motorrad entgegen kam!

Aber erst mal zur Autovermietung und dann zum Hotel. So zumindest war der Plan. Kaum hatten wir den Wagen und ich meiner Begleitung mitgeteilt, dass ich fahren werde, schliesslich ist MANN ja der Profi für eisige Strecken, wer sonst…. Da fehlte bereits das erste wichtige Teil im Fahrzeug. Das Lenkrad war einfach nicht an seiner stelle!?

Mist, drauf reingefallen! Britta lachte nur und gratulierte mir zu meinen Fahrkünsten, der Profi war nicht mal fähig den richtigen Platz im Auto auszumachen. Peinlich aber dann doch schnell gewechselt, ging es los. Es ist schon eine ganze Weile her seit ich das letzte mal auf der Insel unterwegs war. Aber was gelernt war vergisst man nicht so schnell.

Im Hotel angekommen waren wir von dessen Qualität überrascht. Erwartet hatten wir schlechte Heizungen, undichte Fenster und noch so manch anderes. Aber unseren früheren Erfahrungen aus England wurden nicht bestätigt. Stattdessen fanden wir ein hübschen kleines Hotel vor, dass wir gerne weiter empfehlen.
Link: Remont Oxford Hotel

Am nächsten Tag mussten wir früh raus, damit wir rechtzeitig in Great Malvern bei der Morgan Factory ankommen. Die Fahrt über die Landstrassen war ein Traum. Die Landschaft bei so eisigem Wetter ist einfach unglaublich.

English Landscape frozen

Wir wollten etwas von England sehen, deswegen nicht die Autobahn. Wissen warum die Menschen solche Fahrzeuge bauen und wie sie ticken. Natürlich kann man dies aus einem Autofenster nur erahnen. Beschreiben kann man es noch weniger, zumindest würde es den Rahmen sprengen. Am besten Ihr geht einfach selber schauen.

Ein paar Meilen später war es dann soweit. Die berühmten Tore von Morgan. Ein Bild dass wir in den letzten Wochen öfters auf verschiedenen Seiten und diversen Youtube Videos betrachten durften. Endlich waren wir selber vor Ort und langsam stieg die Ungeduld in uns. Gleich ist es soweit und wir dürfen die heiligen Hallen Morgan“s betreten.

Tore Margan

Morgan Factory

Im Besucher Zentrum von Morgan wurden wir sehr freundlich empfangen. Man wird sich sofort bewusst, dass dies eine Firma ist die ein ganz spezielles Verhältnis zu Ihren Kunden pflegt. Wir durften uns zu ein paar anderen Besuchern gesellen. Aus der ganzen Welt kamen die um das Werk zu besichtigen. Anscheinend sind wir nicht die einzigen Verrückten die extra aus dem Ausland anreisen. Zwei Deutsche Paare, zwei Franzosen, ein Norwegisches Pärchen und sechs Engländer. Lustiger weise war die Frauen die ungeduldigsten. Oder die Männer waren einfach so nervös, dass der Geist bereits ins Koma gefallen war. Britta meinte später nur, ich hätte wie ein kleines Kind auf dem Stuhl gesessen, dass gleich auf einem Dinosaurier reiten darf.

Ich konnten es wirklich kaum erwarten bis  Mike, der Sympathische Guide von Morgan uns endlich erlösen würde.

Morgan Super Dry at the Factory

Aber dazu mehr beim nächsten mal…

 

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